World Masters Athletics Track and Field Championships vom 04.-16.2018 in Málaga (ESP)

Andreas Janker und Sussane Frauenberger bei Leichtathletik WM der Senioren in Málaga

Andreas Janker zweifacher Vizeweltmeister

Málaga/Röthenbach: Vom 4. bis 16. September fanden im spanischen Málaga die Leichtathletik Weltmeisterschaften der Senioren statt. Rund 8200 Sportler aus 101 verschiedenen Ländern trafen sich in der andalusischen Hafenstadt, um in den einzelnen Disziplinen und Altersklassen ihre neuen Weltmeister zu ermitteln. Unter den 613 Athleten aus Deutschland befanden sich, mit der Werferin Susanne Frauenberger und Geher Andreas Janker, auch zwei Sportler der LG Röthenbach.

Während sich Susanne Frauenberger in der Alterklasse W50 im Kugelstoßen, Diskus- und Sperrwurf der starken Konkurrenz stellte, ging Andreas Janker in der Altersklasse M35 über 5000m Bahngehen sowie im 10km und 20km Straßengehen als Medaillenkandidat ins Rennen und konnte sich am Ende über den Gewinn von zwei Silbermedaillen freuen.

Dabei begannen die Titelkämpfe für den 35 jährigen bei seinen ersten Weltmeisterrschaften alles andere als positiv. Im ersten seiner drei Wettkämpfe, dem 5000m Bahngehen, traf er bereits erstmals auf den Topfavoriten seiner Alterklasse, Dominic King aus Großbritannien. King hat bei den vergangenen beiden Olympischen Spielen im 50km Gehen teilgenommen und war auch im letzten Jahr als Profi bei den Leichtathletik Weltmeisterschaften in London am Start. Dennoch heftete sich Janker kurz nach dem Start im Universitätstadion von Malaga, einem der vier Austragungstätten dieser Weltmeisterschaften, an die Fersen des Briten und konnte dessen Tempo gut folgen. Kurz vor der 3000m Marke aber wurde er vom Hauptkampfrichter gestoppt, da er bis dahin von den Gehrichtern 3 Disqualifikationsanträge wegen unsauberer Gehtechnik erhalten hatte. Dies hatte eine Disqualifikation zur Folge. Die Gehrichter, welche beim Gehen auf die Umsetzung der sauberen Technik wie Kniestreckung und permanenter Bodenkontakt achten, hatten beim Röthenbacher binnen kurzer Zeit 3 Fehler entdeckt, sodass er trotz aussichtsreicher Position nicht mehr reagieren konnte und das Rennen verlassen musste.

Vier Tage später stand Andreas Janker bei 10km Straßengehen bereits unter Druck und konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf die Umsetzung der sauberen Technik. Neben dem Briten Dominic King war nun auch dessen nicht minder begabter Zwillingsbruder und Trainingspartner Daniel King am Start. Während Janker diesmal nicht das Tempo des Topfavoriten mitging, konnte er aber dennoch überraschend den zweiten Briten, sowie die starken Spanier in Schach halten. Die 10km fanden bei großer Hitze auf einer 1km Schleife direkt vor dem Hauptstadion statt, in das es zum Zieleinlauf hineingehen sollte, um auf der 400m Bahn vor den gut gefüllten Rängen die Ziellinie zu überqueren. Die Taktik des Röthenbachers sollte an diesem Tag aufgehen. Nur am Ende des Rennes musste er einen, dann nicht weiter entscheidenden, Disqualifikationsantrag hinnehmen und konnte anschließend den Zieleinlauf genießen. Mit einem Rückstand von etwa einer Minute auf den Briten Dominic King konnte er sich mit einer Zeit von 00:45:53 Std. über Silber und damit seine erste WM Medaille überhaupt freuen.

Weitere 4 Tage später standen die 20km auf der Straße an. Knapp 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit sollten eine große Herausforderung für die Sportler werden. Zu Beginn versuchte Andreas Janker nochmals mit dem bisher dominierenden Briten mitzugehen, bekam aber nach 4 km postwendend einen Disqualifikationstantrag. Das Risiko schien dem Röthenbacher als zu hoch und reduzierte, zu Gunsten besserer Technik, das Tempo. Bei km 10 kamen nun aber der Brite Daniel King und vorallem der Spanier Marcos Monterrubio von hinten bedrohlich nahe heran. Während viele Geher nun erhebliche Probleme bekamen, konnte Andreas Janker sein Tempo aber halten und vergrößerte seinen Vorsprung auf seine Verfolger wieder. Am Ende reichte eine Zeit von 1:39:33 Std. zu einer zweiten Silbermedaille. Aufgrund der Disqualifikation im ersten Rennen, zog der Röthenbacher durch den Gewinn der zwei Silbermedaillen ein positives WM Fazit und darf sich nun als zweifacher Vizeweltmeister bezeichnen.

Für die Werferin Susanne Frauenberger, die vorallem in der Para-Leichtathletik aktiv ist und dort schon große Erfolge feierte, ging es bei den Weltmeisterschaft bei starker Konkurrenz weniger um Medaillen, sondern vielmehr darum trotz einer durch Verletzungen gezeichneten Saison ihren Leistung in den Vergleich mit den Besten der Welt stellen zu können. Im Kugelstoßen qualifizierte sich die 51 jährige für des B Finale. Im ersten Versuch gelang ihr eine Weite von 7,70 Meter, was ihr Rang 11 im B Finale einbrachte und Rang 25 insgsamt bedeutete. Weltmeisterin wurde hier Jana Schmidt aus Deutschland in starken 14,54 Meter.

Im Diskuswurf erreichte Frauenberger ebenfalls das B Finale und hatte dort zunächst Probleme mit der Anlage. Erst im letzten Versuch gelang ihr ein gültiger Versuch mit der 1kg schweren Scheibe. Mit 17,81 Meter landete sie auch hier auf Rang 11 und belegte 27 Gesamtrang. Es siegt die Dänin Vivian Kraft in 41,66 Meter.

Im abschließenden Speerwurf steigerte sich die Röthenbacherin von Wurf zu Wurf und erzielte im letzten Wurf mit 19,70 Meter gar eine Saisonbestleistung. Rang 7 im B Finale und Rang 21 gesamt stellen am Ende ihr beste WM Resultat dar. Der Sieg ging hier an Gwendolyn Smith aus Trinidad and Tobago. Sie schleuderte den 500 Gramm schweren Speer auf 42,71 Meter. In den großen Teilnehmerfeldern mit bis zu 34 Athletinnen hat sich Susanne Frauenberger damit gut behaupten können.


Senioren Weltmeisterschaften am 14.09.2018 in Málaga (ESP)

Janker

Türk

Bericht als Pdf

Ergebnisliste

Ergebnisliste

Ergebnisliste

Ergebnisliste

Ergebnisliste



LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach