Rolf Watter Sportfest am 16.05.2015 in Regensburg

Ludwig Jall Sportfest am 23.05.2015 in München

Zwei Bestzeiten in acht Tagen

Die Bahnsaison ist wieder in vollem Gange, auch für Julian Wecera. Nachdem er im Vorjahr mehr auf der Straße unterwegs war, konzentriert er sich dieses Jahr wieder auf die Bahnwettkämpfe. Bei den ersten beiden Wettkämpfen lief er gleich einmal zwei neue Bestzeiten.

Beim Rolf Watter Sportfest in Regensburg war das Feld über 1500 Meter besetzt mit den besten Athleten Bayerns, dementsprechend chancenlos sah Julian auch auf der Meldeliste aus, die Meldezahlen (Julians Bestzeit bis dato waren 4:57,47) sagten einen Rückstand von einer halben Minute auf den Vorletzten voraus. Die Platzierung war somit irrelevant, das Ziel war es, schneller als 4:45 Minuten zu laufen. Das Feld im zweiten Zeitlauf schien hierfür auch einige Athleten zu bieten, an die er sich hätte dran hängen können.

Doch aus dem Plan, sich ziehen zu lassen, wurde leider nichts. Die Starter der männlichen Jugend waren zu schnell, und hinter ihm ging keiner mit, dadurch lief er seine 1500m völlig alleine. Mit einer Durchgangszeit von 53 Sekunden nach 300 m war er zunächst noch auf Kurs, seine Zielzeit unter 4:45 zu erreichen, doch das Tempo war alleine nicht zu halten. Es gab niemanden, an den er sich vorne hätte dran hängen können und auch niemanden, der von hinten Druck ausübte. Auf der letzten Runde versuchte er noch einmal alles, um seine zum Ziel gesetzte Zeit zu erreichen, doch es reichte nicht ganz: nach 4:46,09 Minuten kam er im Ziel an.

Eine Woche später startete er im Münchener Dantestadion beim Internationalen Pfingstsportfest über die 3000 Meter. Das Starterfeld war deutlich dünner besetzt, als eine Woche zuvor in Regensburg: lediglich neun Starterinnen gingen die siebeneinhalb Stadionrunden an. Julian, dessen Bestzeit von 10:57,73 aus dem Jahr 2009 noch immer bestand hatte, setzte sich selbst zum Ziel, schneller, als 10:30 zu laufen.

Auch in München ging er das Rennen sehr schnell an. Nach 1000 Metern hatte er eine Durchgangszeit von 3:20 Minuten und war damit 10 Sekunden schneller, als er ein sollte. Doch wieder rächte sich das hohe Anfangstempo: Auf dem zweiten Kilometer ließ er deutlich nach und verlor das 10-Sekunden Polster vom ersten Kilometer wieder. Die Puste schien im auszugehen auf den letzten 1000 Metern, doch auf der letzten Runde griff er auf seine Qualitäten als „Kampfsau“ zurück und gab nocheinmal Gas. Es war wieder so knapp, wie in Regensburg, doch diesmal gewann der „Kugelblitz“ den Kampf gegen die Uhr knapp Mit 10:29,65 steht auch über 3000 Meter eine neue Bestzeit.

Mit zwei Bestzeiten ein Saisonauftakt, mit dem er zufrieden ist. Speziell auf den 1500 Metern ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen – den 4:45 Minuten wird in diesem Jahr mindestens noch einmal der Kampf angesagt.


Sportfest am 23.05.2015 in München

Wecera

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