Kernberglauf 2013 am 19.10.2013 in Jena

Von 'Jena Paradies' durch die Hölle und wieder zurück

Das Sportzentrum Oberaue in Jena Paradies, wo im Juni wegen des Hochwassers nur Schwimmer ihrem Sport nachgehen konnten, war am 19. Oktober Start- und Zielort der 37. Auflage des Jenaer Kernberglaufes. 696 Läufer gingen dort auf der Strecke über 15 Kilometer an den Start, unter ihnen auch Julian und Thomas Wecera von der LG Röthenbach.

Für die beiden begann der Tag schon um 5 Uhr, da der „Sonderzug“ zum Kernberglauf sich schon um 6:10 Uhr auf die Reise machte. Als sie ankamen, wartete in den Umkleidekabinen gleich die erste Überraschung. Die C-Juniorinnen des USV Jena hatten den LG-Läufern (niemandem sonst) eine Nachricht hinterlassen. „Ein Team – Ein Ziel – Ein Sieg. Wir glauben auch euch!!! Eure C-Mädels“

Die Strecke führt, nach 2 relativ flachen Kilometern, hinauf in die Kernberge. Über knapp 4 Kilometer werden hier mehr als 200 Höhenmeter überwunden, bis der höchste Punkt erreicht ist. Oben angekommen geht es auf die „Ziegenhainer Horizontale“, einen 3 Kilometer langen schmalen Pfad durch einen Buchenwald, der sich oberhalb des Dörfchens Ziegenhain beginnend am Hang der Kernberge entlang schlängelt. Kurz bevor es dann wieder zurück ins Saaletal geht, hat man, wenn man noch in der Lage ist, das wahr zu nehmen und zu genießen, einen wunderbaren Blick auf die Stadt Jena und das Ernst Abbe Sportfeld (Stadion des FC Carl Zeiss Jena) und das Saaletal. Kurz nach diesem Abschnitt geht es abwärts ins Tal, wo dann noch 3 flache Kilometer zu absolvieren sind, ehe im Ziel der Köstritzer-Stand auf die Läufer wartet (Zitat der Organisatoren: „Der Sponsor, der vor allem nach dem Lauf wichtig ist: Die Köstritzer Brauerei“).

Julian und Thomas gingen die ersten beiden Kilometer gemeinsam bewusst langsam an, ehe beide dann beim Anstieg, Julian etwas zügiger als Thomas, das Feld von hinten aufrollten. Hier machten sich die Hügelläufe von Ebus bezahlt, über die er sonst immer so jammert. Oben angekommen hielt Julian sich auf der Ziegenhainer Horizontale an seinen Vordermann, wer auch immer das war. Absteigen fällt ihm ja grundsätzlich schwerer als Aufsteigen, deswegen verlor er, als es bergab ging, dann auch ein paar Plätze, die er dann allerdings auf den letzten 3 flachen Kilometern wieder zurückeroberte. Im Vorjahr ging ihm hier noch die Puste aus, doch dieses Jahr hatte er seine Kraft nicht schon am Anstieg verbraucht, daher konnte er hier sein Tempo noch einmal ein wenig erhöhen und noch ein paar Plätze gut machen. 500 Meter vor dem Ziel erlaubte sich dann noch jemand die Frechheit, ihn zu überholen, doch ein Julian Wecera lässt sich nicht ungestraft überholen, deswegen packte er auf den letzten 200 Metern noch den Kugelblitz aus und kam letztlich nach 1 Stunde, 26 Minuten und 38 Sekunden als 379. Im Ziel an. Lange musste er nicht auf Thomas warten. Nach 1 Stunde, 30 Minuten und 9 Sekunden war auch er im Ziel und konnte sich auf die hochverdiente Portion Pommes freuen, die in der Jenaer Innenstadt auf ihn wartete.

Auf der Hinfahrt hatten sie vom Zug aus noch gesehen, wie die Sonne aufging, auf der Rückfahrt konnten sie ihr dann auch beim Untergang zusehen. Auch sie hatte ganze Arbeit geleistet und für perfektes Laufwetter gesorgt.


2013 am 19.10.2013 in Jena

Wecera

Wecera

Bericht als Pdf



LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach LG Röthenbach