Seht ihr Bayern, so holt man ein Tripple - 4 Staffeln, 3 Siege, 4 Pokale

Stadfestlauf in Röthenbach

Wenn die Rückersdorfer Straße nicht mehr Hauptverkehrsader, sondern Fressmeile ist, dann ist Stadtfest in Röthenbach. Und wenn Stadtfest in Röthenbach ist, dann ist natürlich auch die LG am Start. Sowohl mit dem Kuchenstand, als auch beim schon bei seiner dritten Auflage legendären Stadtfestlauf des DAV Röthenbach. Nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ mussten die Läufer in ihren Staffeln erst im Ziel ankommen, bevor sie sich auf die Köstlichkeiten der Stadtfeststände stürzen durften

Trainer Ebus Keppke konnte Vier Staffeln auf die Strecke schicken. In der Wertung der Männer startete die Creme De La Creme der LG mit Florian Hartmann, Tim Wecera, Stefan Prinz und Uli Barm. Ein Hingucker war auch die Frauenstaffel, die mit Vanessa Schießl, Leoni Stritz, Jana Lindner und Fiona Hoyer flotter nicht hätte besetzt sein können. Die gemischte Staffel stellten Julian Wecera, Denise Anderie, Maximilian Glomb und Annika Niemann, die vierte Staffel, ebenfalls gemischt, bestand aus den Nachwuchsathleten Annika Mönnich, Joachim „Achmed“ Reiß, Finn Hoyer und Niklas Riedlmeier.

Alle 16 Läufer erwischten einen Sahnetag.

Die Startläufer Florian Hartmann und Julian Wecera liefen gemeinsam los, konnten aber nicht,die Spitze des Feldes erobern und mussten den Startläufer der „Raclette Boys“ ziehen lassen. Über den Rundkurs durch die Stadtfeststände erlief dieser den „Raclette Boys“ einen enormen Vorsprung, sodass es für die Männerstaffel im Kampf um Platz Eins düster aussah, als Florian nach einem Wahnsinnsrennen von Tim Wecera abgelöst wurde. Für die Mixed Staffel sah es allerdings sehr gut aus, als Denise Anderie von Julian auf die Reise geschickt wurde und auch Vanessa Schießl, die als erste Frau den imaginären Staffelstab an Leoni Stritz übergab, hatte ihrer Staffel ein gemütliches Polster erlaufen. Während Leoni diesen Vorsprung weiter ausbaute, versuchte Tim, der ein ähnlich starkes Rennen lief, wie Florian, für die Männerstaffel wieder zu den Raclette Boys aufzuschließen, doch der Vorsprung schien sich nicht zu verändern. Während die Mixed- und Frauenstaffel weiterhin weit vor ihrer Konkurrenz liefen, haderten die Männer schon mit ihrem Schicksal. Doch dann begann eine Aufholjagd, die das Rennen noch einmal richtig spannend machte.

Stefan Prinz ging mit gefühlten 3 Minuten Rückstand auf die 3 Kilometer lange Runde und packte seinen Turbo aus. Meter für Meter holte er auf und als Uli Barm ihn ablöste, hatte dieser nur noch eine Minute aufzuholen. Und man sah: Er holte auf. Der Schlussläufer der LG legte ein Tempo an den Tag, mit dem man, auf der Rückersdorfer Straße normalerweise geblitzt wird und ging mit nur noch 100 Metern Rückstand unter dem Gebrüll der Zuschauer, die sahen, dass er es schaffen konnte, auf die letzten 1,5 Kilometer. Es war eine Mischung aus Zuversicht und Unsicherheit, die nun herrschte, denn man sah nicht, was sich auf dem Streckenteil am Bahndamm abspielte und daher musste man abwarten, welcher Athlet als Erster beim Kinderkarussell um die Ecke bog, um als Sieger einzulaufen.

Das Trikot des Ersten war Rot und unter den Röthenbacher Athleten und Zuschauern brach Jubel aus, denn Uli hatte es gepackt! Die Männerstaffel hatte gewonnen.

Während die Männer schon sicher im Ziel waren, liefen die drei anderen Staffeln aber noch. Bei ihnen war es kein so spannendes Finale, wie bei den Männern. Jana und Fiona waren so souverän gelaufen, wie schon Vanessa und Leoni. Die Vier liefen gemeinsam im Ziel ein und besiegelten damit den zweiten Sieg an diesem Tag. Das Tripple machte die Mixed-Staffel perfekt. Maximilian Glomb und Annika Niemann waren die Läufer 3 und 4 dieser Staffel, die den dritten Sieg der LG bei diesem Heimspiel holte.

Richtig gut lief auch die Nachwuchsstaffel. Annika, Joachim, Finn und Niklas, Jahrgänge 200203, trotzten der um einige Köpfe größeren Konkurrenz und bekamen den Pokal des 3. Platzes der Mixed-Wertung.

4 Staffeln, 3 Siege, 4 Pokale. Die Athleten der LG hatten alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, daher ließ sich das Stadtfest unbeschwert genießen. Am Nachmittag konnte man dann noch ein Stadtfest-Phänomen bestaunen. Ab 14:30 sagte Trainer Ebus Keppke „Ich geh jetzt dann nach Hause.“ Er schaffte es nie besonders weit. Erst um 20:00 Uhr machte er sich auf den Weg zur „Zentrale“, um dort der deutschen Fußballnationalmannschaft beim letzten Gruppenspiel gegen Dänemark die Daumen zu drücken.


Röthenbach am 20.06.2012 in Röthenbach

Wecera

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