Eselrennen am 02.08.09 in Hersbruck

Ehrenmitgliedschaft für Cäsar beantragt

Ein grauer und vier rote Esel

Schon zum 29. Mal wurde in Hersbruck das „Eselrennen“ ausgetragen, doch diesmal musste sich die Konkurrenz warm anziehen: Cäsar aus Schnaittach hatte sich vier schnelle Läufer von der LG Röthenbach gesucht um sich die extra große Tüte Gelbe Rüben zu sichern, die dem Sieger winken. Nach nur einmaligem gemeinsamen Training (das damit endete, dass Cäsar sich im Wald selbständig machte) trat man in Hersbruck an: Cäsar, Stefan, Uli, Julian und Florian als rotes Team. Gegen so berühmte Esel wie Djangos Nikolaus (immerhin Sohn des Seriensiegers Django) oder die schöne, gescheckte Chiara. Und natürlich dem Vorjahressieger Anton aus dem Schwabenland.

Vorlauf, Zwischen- und Endlauf waren gegen jeweils 3 Konkurrenten zu absolvieren, jeweils 4 Runden für den Esel und eine pro Läufer. Ganz wichtig: Gewertet wird nur, wenn Läufer und Esel gemeinsam durchs Ziel laufen. Was nicht allen Teams leicht fiel. So konnten diverse Techniken beobachtet werden, wie Esel ihre Führer und Führer ihre Esel ins Ziel brachten: Esel zieht Läufer auf dem Bauch, auf dem Rücken, oder mehr oder weniger fliegend über die Runde, oder umgekehrt: Läufer zieht Esel, schiebt Esel oder versucht den Esel mit netten Worten zu locken (Gelbe Rüben und andere Leckereien sind nicht erlaubt). So mancher Esel fand das Gras des Sportplatzes unterwegs sehr lecker oder versuchte der schönen Chiara auf den Fersen bzw. Hufen zu bleiben.

Alles kein Thema für Cäsar. Cäsar lief, Uli lief, Julian und Flo liefen, und Stefan durfte die jeweils letzte Runde mit Cäsar sprinten. Meistens. Jedenfalls, wenn noch mindestens ein anderer Esel vor Cäsar lief (auch wenn es ein überrundetes Tier war). Denn Cäsar ist ein bescheidener Hengst, der gerne in der zweiten Reihe läuft.

Diese Taktik führte das Team in den Endlauf, wo dann bereits am Start mit harten Bandagen gekämpft wurde. Da wurden schon mal Ellbogen ausgefahren und gedrängelt was das Zeug hielt, und zunächst sah es nach einem eindeutigen Sieg von Nikolaus vor Chiara und Cäsar aus. Doch Chiara, von Cäsar „gejagt“, wollte schneller sein – leider ohne Läufer – und so kam sie zwar vor Cäsar ins Ziel, aber regelwidrig allein.

Dem Ellbogen-Team von Djangos Nikolaus war der Sieg nicht zu nehmen, aber gleich darauf folgte Cäsar mit Schlussläufer Stefan. Die Läufer waren glücklich und ausgepumpt, Cäsar umtänzelte die „einsame“ Chiara, und als Belohnung gab es Gelbe Rüben für Cäsar und einen Pokal mit Sekt für die Läufer und Betreuerinnen.

Das Spektakel schauten sich übrigens 4000 begeisterte Leute an – eine Zahl, von der die Leichtathletik nur träumen kann. Aber da beschnüffelt sich die Konkurrenz auch nicht vor dem Start, und Teilnehmer ins Ziel zu schieben ist auch nicht erlaubt


Eselrennen am 02.08.2009 in Hersbruck

Barm

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